Alle Beiträge von Karin Dixius

Nistkastenbau leicht gemacht

Kaum naht das Frühjahr und die Vögel werden aktiv und zwitschern am Morgen um die Wette, da fällt es meinem Mann wieder ein: Es fehlen noch Nistkästen in der Umgebung, damit es außer genügend Futter auch  viele sichere Orte für den Nachwuchs gibt.

Also ab in den Keller und nach passenden Holzresten gesucht. Was der eigene Vorrat nicht hergibt, besorgen wir günstig im Baumarkt .

Zuerst werden die Holzteile passend zugesägt und das Einflugloch im gewünschten Durchmesser erstellt (32 mm für Kohlmeisen). Die Rückwand leicht anschrägen, damit sie zu den Seitenteilen passt und das Dach später gut aufliegt.

Dann nach Möglichkeit die Löcher für die Schrauben vorbohren, damit nichts splittert und die gesägten Kanten mit dem Schleifpapier begradigen.

Anschließend verschrauben wir die Teile. Die Vorderseite bitte nur mit zwei Schrauben oben befestigen, damit sie für die Reinigung zu öffnen bleibt. Zum Fixieren genügt ein kleiner Haken oder Nagel unten.
Evtl. noch eine keine Sitzstange aus Rundholz unter das Einflugloch leimen.
Zum Schluss ein Stück Dachpappe auf das schräge Vogelhausdach nageln oder tackern und fertig ist ein neues Heim.

Unsere Anleitung ist so angelegt, dass möglichst viele gleich große Brettchen gesägt werden können und auch eine Serie von mehreren Häuschen mit den Standardgrößen der Hölzer funktionieren. Wir haben Bretter mit 30 cm Breite und 2 cm Dicke verwendet. Bei anderen Maßen müssen die Pläne evtl. angepasst werden.
Wer will, kann die Brettchen auch im Baumarkt zusägen lassen.

Hier jetzt noch der Plan mit den Maßen und der Material- und Werkzeugliste:

Wer den Plan ausdrucken möchte, geht auf den folgenden Link:  Bauanleitung_meisenkiste.pdf

Viel Spaß beim Nachbau und der Vogelbeobachtung.

 

Bau einer kleinen Trockenmauer mit Kies- und Sandbeet

Im Spätsommer 2016 fand ich dann Zeit für den Bau meines Trockenmäuerchens. Es hieß also wieder Erde bewegen, um Platz für die Mauer und deren Fundament zu schaffen. Außerdem sollte noch ein Sandplatz für Erdhummeln und Co entstehen. Hinter der Trockenmauer entstand auf diese Weise auch gleich ein leichtes Hügelbeet.

Zuerst kam die Fahrt zur nächst gelegenen Kiesgrube, um Sand, Kies und Split in Eimer und Tröge zu schaufeln. Dabei unterstützte mich tatkräftig mein Mann. Der Kiesgruben-Betreiber verlangte für diese Kleinmenge € 5,00. Die Steine für die Mauer hatte ich im Vorfeld gesammelt und von einem Nachbarn erhalten, bei dem diese nach einem Umbau übrig waren und der sie schon entsorgen wollte.

Entlang des Verlaufs der Mauer, wo die Erde bereits abgetragen und 10 – 15 cm tiefer ausgehoben war, habe ich eine gute Schicht relativ feinen Split aufgebracht, damit die Steine nach unten Halt haben und nicht beim Regen versinken. Danach wurden die Steine mit leichter Neigung nach hinten dachziegelartig übereinander gesetzt. Lücken dazwischen sind erwünscht. Hier finden später Pflanzen Platz und Tiere hoffentlich Unterschupf.
Nach jeder Schicht habe ich den Raum hinter den Steinen erst mit Split und Kies und zum Schluss mit Sand und etwas Erde aufgefüllt. Vereinzelt sind Tonscherben bzw. gesprungene Tontöpfe mit eingebaut.

Den Platz für das Sandbeet habe ich nach erfolgtem Aushub zuerst mit einem Fließ ausgelegt, damit sich die darunter liegende Erde nicht mit dem aufgetragenen Material vermischt. Dann nur noch Kies und zum Schluss Sand aufbringen und gleichmäßig verteilen.
Da so ein Platz eine hervorragende Katzentoilette wäre, habe ich den Sand noch mit Hasendraht abgedeckt.

Die folgende Aufnahme entstand im Juni 2017. Zu sehen sind entlang der Mauer einige Sukkulenten, Nelken und eine Wegwarte (noch nicht blühend).

Unsere Maleena hat eine besonders entspannende Nutzung der Trockenmauer mit anschließendem Kiesbeet gefunden: