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Vorbereitungen auf den Winter im (Natur)-Garten

Bei unserem letzten Stammtisch-Treffen haben wir darüber nachgedacht, was in einem Naturgarten vor dem Winter zu tun ist. Es folgt eine ergänzte Checkliste zu möglichen Arbeiten rund um Garten und Balkon:

 

Pflanzen:

  • den Blumenrasen ein letztes Mal mähen
  • Reisig und Laub von der Wiese zu Haufen sammeln
  • Blumenzwiebeln der Frühjahrsblüher einbuddeln
  • frostempfindliche Pflanzen schützen (durch Kork, Filz oder Leinen oder umsetzen in Keller, Wintergarten oder Gewächshaus)
  • einjährige und frostempfindliche Kräuter ins Haus holen
  • Früchte und Gemüse ernten und verarbeiten
  • neue Obstgehölze, Stauden und Rosen pflanzen
  • Ziergräser zusammenbinden
  • einen letzten Blumenstrauß pflücken

 

Tiere:

  • Nistkästen säubern
  • Vogelfütterung ausbauen oder beginnen
  • Igel füttern und evtl. Häuschen aufstellen
  • bei Stauden und Gehölzen die Samen und Früchte dran lassen und erst im Frühjahr zurückschneiden

 

Geräte und Technik:

  • Regentonne entleeren
  • Wasser abstellen und Leitung leerlaufen lassen
  • Pumpe aus Teich oder Bachlauf nehmen und im Keller im Eimer mit Wasser frostfrei lagern
  • Gartengeräte reinigen und warten

Möbliertes Häuschen zu vergeben!

Im Anschluss an unsere Nistkästen haben wir ein Igelhaus gebaut.

Dieses findet in Kürze seinen Platz zwischen den Apfelbäumen und dem Gartenhaus. Dort bleibt unser stacheliger Freund, wenn er denn einziehen sollte, ungestört. Unter das Haus kommt eine Schickt Kies, damit Regenwasser nach unten abfließen kann und das Igelbett schön trocken bleibt.

Für die Inneneinrichtung sammele ich noch trockenes Laub, dann ist es bezugsfertig. Durch die Zwischenwand und den Eingang um die Ecke ist der Bewohner vor Katzen geschützt.

Zur Zeit haben wir darin noch eine Spinne als Untermieter. Mal sehen, wie lange sie bleibt…

So, jetzt steht das Igelhaus an Ort und Stelle, ist mit trockenem Ahorn-Laub bis oben hin gefüllt und wartet nur noch auf ein passendes Stacheltier.

Nistkastenbau leicht gemacht

Kaum naht das Frühjahr und die Vögel werden aktiv und zwitschern am Morgen um die Wette, da fällt es meinem Mann wieder ein: Es fehlen noch Nistkästen in der Umgebung, damit es außer genügend Futter auch  viele sichere Orte für den Nachwuchs gibt.

Also ab in den Keller und nach passenden Holzresten gesucht. Was der eigene Vorrat nicht hergibt, besorgen wir günstig im Baumarkt .

Zuerst werden die Holzteile passend zugesägt und das Einflugloch im gewünschten Durchmesser erstellt (32 mm für Kohlmeisen). Die Rückwand leicht anschrägen, damit sie zu den Seitenteilen passt und das Dach später gut aufliegt.

Dann nach Möglichkeit die Löcher für die Schrauben vorbohren, damit nichts splittert und die gesägten Kanten mit dem Schleifpapier begradigen.

Anschließend verschrauben wir die Teile. Die Vorderseite bitte nur mit zwei Schrauben oben befestigen, damit sie für die Reinigung zu öffnen bleibt. Zum Fixieren genügt ein kleiner Haken oder Nagel unten.
Evtl. noch eine keine Sitzstange aus Rundholz unter das Einflugloch leimen.
Zum Schluss ein Stück Dachpappe auf das schräge Vogelhausdach nageln oder tackern und fertig ist ein neues Heim.

Unsere Anleitung ist so angelegt, dass möglichst viele gleich große Brettchen gesägt werden können und auch eine Serie von mehreren Häuschen mit den Standardgrößen der Hölzer funktionieren. Wir haben Bretter mit 30 cm Breite und 2 cm Dicke verwendet. Bei anderen Maßen müssen die Pläne evtl. angepasst werden.
Wer will, kann die Brettchen auch im Baumarkt zusägen lassen.

Hier jetzt noch der Plan mit den Maßen und der Material- und Werkzeugliste:

Wer den Plan ausdrucken möchte, geht auf den folgenden Link:  Bauanleitung_meisenkiste.pdf

Viel Spaß beim Nachbau und der Vogelbeobachtung.

 

Bau einer kleinen Trockenmauer mit Kies- und Sandbeet

Im Spätsommer 2016 fand ich dann Zeit für den Bau meines Trockenmäuerchens. Es hieß also wieder Erde bewegen, um Platz für die Mauer und deren Fundament zu schaffen. Außerdem sollte noch ein Sandplatz für Erdhummeln und Co entstehen. Hinter der Trockenmauer entstand auf diese Weise auch gleich ein leichtes Hügelbeet.

Zuerst kam die Fahrt zur nächst gelegenen Kiesgrube, um Sand, Kies und Split in Eimer und Tröge zu schaufeln. Dabei unterstützte mich tatkräftig mein Mann. Der Kiesgruben-Betreiber verlangte für diese Kleinmenge € 5,00. Die Steine für die Mauer hatte ich im Vorfeld gesammelt und von einem Nachbarn erhalten, bei dem diese nach einem Umbau übrig waren und der sie schon entsorgen wollte.

Entlang des Verlaufs der Mauer, wo die Erde bereits abgetragen und 10 – 15 cm tiefer ausgehoben war, habe ich eine gute Schicht relativ feinen Split aufgebracht, damit die Steine nach unten Halt haben und nicht beim Regen versinken. Danach wurden die Steine mit leichter Neigung nach hinten dachziegelartig übereinander gesetzt. Lücken dazwischen sind erwünscht. Hier finden später Pflanzen Platz und Tiere hoffentlich Unterschupf.
Nach jeder Schicht habe ich den Raum hinter den Steinen erst mit Split und Kies und zum Schluss mit Sand und etwas Erde aufgefüllt. Vereinzelt sind Tonscherben bzw. gesprungene Tontöpfe mit eingebaut.

Den Platz für das Sandbeet habe ich nach erfolgtem Aushub zuerst mit einem Fließ ausgelegt, damit sich die darunter liegende Erde nicht mit dem aufgetragenen Material vermischt. Dann nur noch Kies und zum Schluss Sand aufbringen und gleichmäßig verteilen.
Da so ein Platz eine hervorragende Katzentoilette wäre, habe ich den Sand noch mit Hasendraht abgedeckt.

Die folgende Aufnahme entstand im Juni 2017. Zu sehen sind entlang der Mauer einige Sukkulenten, Nelken und eine Wegwarte (noch nicht blühend).

Unsere Maleena hat eine besonders entspannende Nutzung der Trockenmauer mit anschließendem Kiesbeet gefunden:

 

 

Anlage eines Sumpfbeets

Parallel zum Bau der Terrasse begann im Juli 2016 auch die Anlage eines kleinen Sumpfbeetes rund um den Miniteich. Zuerst mussten alle vorhandenen Pflanzen und Zwiebeln weichen. Kaum zu glauben, wie viele davon auf ein so kleines Stück Erde passen.

Danach hieß es, Erde ausgraben und zwischenlagern (im Nachbarbeet, auf einer Folie auf der Terrasse und in Eimern und Wannen. Auch hier war die aufgehäufte Erde gefühlt viel höher als die Tiefe des ausgegrabenen Lochs vermuten ließ. Die Tiefe lag tatsächlich zwischen 10 und 40 cm.

Im Anschluss habe ich das Loch mit Teichfolie in großzügig bemessener Fläche so faltenfrei wie möglich ausgekleidet. Hier genügt die einfachste Qualität der Folie, da selbst ein kleines Loch kein Problem ist. Bei einem Teich wäre das nicht so gut. Wichtig war allerdings, die Folie von der Terrasse weg tiefer zu verlegen als am Terrassenrand, damit überlaufendes Wasser in den Garten abfließen kann und sich nicht in Richtung  Haus und Terrasse staut.

Nun die Erde wieder zurück ins Loch schaufeln, dabei die Folie am Rand abschneiden oder umlegen, damit sie später nicht mehr zu sehen ist.
Dann kommt die Kür: passende Pflanzen besorgen und einsetzen. Ich habe mir zum Start folgendes bei Hof Berggarten bestellt: Sumpfdotterblume, -Storchschnabel, -Vergissmeinnicht, und  -Minze, Etagenprimel, verschiedene Iris, Bachbunge, Kuckuckslichtnelke und Bach-Nelkenwurz.

Nach knapp einem Jahr entstand dieses Foto:

Storchschnabel, Bachbunge und Bachneldkenwurz haben sich gut entwickelt, Sumpfvergißmeinnicht  blüht, Sumpfminze und Iris kommen erst noch, die Sumpdotterblume ist verschwunden, ebenso die Kuckuckslichtnelke.

Die Etagenprimel ist ein richtiger Hingucker geworden, hier saugen gerade zwei Schmetterlinge (Kleiner Fuchs):

Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung und werde sicher noch die eine oder andere Pflanze ergänzen. Mal sehen…

 

Ein Jahr Projekt Naturgarten

Kaum zu glauben, wie schnell ein Jahr vergeht!
Da wird es Zeit für eine kleine Rückschau auf unser Naturgarten-Projekt:

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Insgesamt gab es 10 Stammtisch-Treffen, zu denen von den ca. 15 Interessierten mal mehr und mal weniger kamen.  Bis zu fünf Teilnehmer waren über das Jahr auch sehr aktiv eingebunden.

Wir haben untereinander Tipps und Informationen ausgetauscht und weitergegeben,  einschlägige Kontakte geknüpft (Bsp. zum Stadtgärtner in Fürstenfeldbruck und zum Naturgarten e.V.),  Pflanzen und Samen getauscht und Termine für Gartentage, Pflanzenbörsen u. ä. gesammelt und verteilt.

Am  09.05.2016 startete unser Pflanz-Projekt am Viehmarktplatz:
Dort haben wir Samen und Pflanzen eingebracht, zwei Aushänge zu diesem Projekt an der Fläche befestigt und es erschien ein Artikel über die Aktion in der Zeitung . Vier Mitwirkende aus unserer Gruppe betätigten sich als fleißige Pflanzer und ein weiteres Mitglied stellte uns zusätzlichen Samen zur Verfügung
(siehe Beitrag Guerilla-Gärtnern in Fürstenfeldbruck vom 17.05.2016).

Am Bürgerfest am 13.08.2016 in Fürstenfeldbruck waren wir mit einem Informationsstand vertreten, zu dem uns die Regionalgruppe München des Naturgarten e.V. Material zur Verfügung stellte.

Am 13.09.2016 organisierten wir einen öffentlichen Filmabend im Bürgerpavillon von Fürstenfeldbruck mit dem Beitrag „Eine andere Welt ist pflanzbar“.

Wir besichtigten Naturgärten, haben Ausflüge zur Gärtnerei Gaissmayer in Illertissen und einer Wildblumenfläche in Freiham unternommen und uns intensiver mit der Regionalgruppe Naturgarten e.V. in München vernetzt.

Zu allen Treffen wurden Protokolle erstellt und es gab Flyer mit unseren Zielen und den Terminen.

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Fazit: Für eine doch kleine Gruppe haben wir in unserem ersten Jahr eine ganze Menge geschafft und auch schon Pläne für das neue Jahr.

Ich freue mich auf unsere nächsten Treffen und viele spannende Erlebnisse miteinander und in der Natur.

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Eine schöne Adventszeit und friedliche Weihnachten!

 

 

 

Igel in Gefahr

In unserer ausgeräumten Landschaft haben es die Igel immer schwerer, Futter und Unterschlupf zu finden. Besonders jetzt vor dem Winter wird das deutlich, wenn sie nicht genug zu fressen finden, um im Winterschlaf bis zum Frühjahr durchzuhalten. Oder weil es keine geeigneten Plätze gibt, an die sie sich vor der Kälte geschützt zurückziehen können.

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Was können wir tun, um den Igeln zu helfen?
Ganz einfach geht es, wenn wir vor unserer Haustür oder in unseren Gärten etwas mehr „Natur“ zulassen. Zu akzeptieren, dass der Herbst Laub mit sich bringt und dieses, wo es nicht stört, liegen zu lassen (bringt kostenfrei Dünger und Humus für das nächste Jahr). Keine Unkrautvernichtungsmittel zu benutzen und auf Schneckengift verzichten, denn dies tötet auch die Kleinlebewesen, die wiederum die Nahrungsgrundlage für den Igel bilden.
Ich habe selbst einige Jahre Schneckenkorn eingesetzt,  um meinen Salat und Co. zu schützen, aber eigentlich war der Erfolg nur sehr mäßig bis gar nicht vorhanden. Die Schnecken haben letztendlich immer gewonnen. Wenn wir das den Igeln überlassen, haben wir wahrscheinlich am  Ende nachhaltig weniger Schnecken im Garten.
Aber wie kommen die Igel in unseren Garten, wenn dieser lückenlos eingezäunt und/oder eingemauert ist? Sie brauchen Ein- und Ausgänge, es genügen Durchgänge von ca. 10 x 10 cm und schon kann der Igel kommen.

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Wer Ihr möchtet, könnt Ihr auch eine Futterstelle einrichten. Geeignet ist Katzenfutter (Nassfutter aus der Dose) mit Haferflocken und etwas Öl. Das Futter sollte geschützt vor Regen und Katzen angeboten werden, z. B. unter einer Kiste, in die zwar der Igel passt, aber kein größeres Tier. Bitte keine Milch anbieten, der Igel bekommt davon Durchfall, weil er die Laktose nicht verträgt und wird geschwächt.

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Die possierlichen Tiere zu beobachten und beim Fressen ihr Schmatzen zu hören, das sind unmittelbare Naturerlebnisse direkt vor der Haustür, die nichts oder fast nichts kosten und viel Freude machen.

Die schönen Igelbilder hat meine Freundin Marie-Therese Ritz-Burgstaller aufgenommen und mir für diesen Beitrag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Jetzt wünsche ich Euch viel Spaß in der Natur und hoffentlich die ein oder andere Begegnung mit dem Igel.

 

 

 

 

Bau unserer Holzterrasse

Diesen Juli war es soweit, mein Traum von einer Holzterrasse wurde wahr. Zuerst wurde die Terrasse freigeräumt und alles im Garten verteilt. Die bestellten und per Hänger abgeholten Bodendielen aus Douglasie inklusive Unterkonstruktion lagerten ebenfalls dort.

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terrassendielen

Dann wurden mein Mann und ich mit zeitweiser Unterstützung unseres Freundes Michael und unter der Aufsicht unserer Katze aktiv:

Unterkonstruktion (auf Gummipads gelagerte Vierkanthölzer mit Gummibandauflage) gleichmäßig quer auf der Terrasse verteilen und fixieren.

unterkonstruktion

Darauf die Bodendielen längs verschrauben und Pfosten und Aussparungen aussägen.

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Unsere Maleena hat jeden Arbeitsschritt geprüft.

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So sieht das fertige Bauwerk aus. Neue Möbel haben wir uns nach fast 20 Jahren auch  geleistet.

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Und mein Mann  hat sich zur Belohnung seinen Traum-Grill bestellt.

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Erntezeit im Sommer

Ende Juni ging es los und im Juli kam eins nach dem anderen:
Erst Himbeeren, dann Johannisbeeren und Stachelbeeren. Frische Früchte aus dem eigenen Garten direkt auf den Tisch. Als Beilage zum Eis oder im selbst gebackenen Kuchen (s.u.) einfach lecker.

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Himbeeren vor und nach  der Ernte

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Und für die Bienen und Hummeln gibt es Nektar
aus Brombeerblüten, Malven und Lein.

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biene_auf_malve

 

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Eines meiner Lieblings-Rezepte für Sommerkuchen,  „Rhabarberkuchen mit Baiser“  lässt sich leicht mit anderem Obst
(z. B. Johannisbeeren oder Stachelbeeren) abwandeln.

Rezept:  Springform 26 cm, Backofen 180°, Umluft 160°

150 g weiche Butter
100 g Zucker
etwas Vanille oder Vanillezucker
5 Eier, 3 davon getrennt
150 g Mehl
75 g Speisestärke
etwas Backpulver
600 – 800 g Obst (s. o.)
150 g Puderzucker
Prise Salz
50 g gemahlene Mandeln oder Nüsse
etwas Zitronensaft

Form fetten und mit Semmelbrösel ausstreuen. Butter und Zucker schaumig rühren, Vanille dazugeben. Nacheinander 2 ganze Eier und 3 Eigelbe unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und unterheben. Teig in die Form füllen, gewaschenes, geputztes und evtl. geschnittenes Obst darauf legen und 25 bis 30 Min backen. Die 3 Eiweiß mit Salz und Puderzucker zu steifem Schnee schlagen und Mandeln und Zitronensaft unterheben. Den Eischnee auf den vorgebackenen Kuchen geben und weitere 10 – 15 Min goldgelb backen. Guten Appetit!