„Guerilla-Gärtnern“ in Fürstenfeldbruck

Das „PROJEKT NATURGARTEN“ ist angelaufen. Neben monatlichen Treffen der inzwischen ca. 15 Teilnehmer seit November 2015 sind wir jetzt aktiv als „Guerilla-Gärtner“ in Fürstenfeldbruck unterwegs.

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Wir haben eine trockene, karge städtische Fläche am nördlichen Viehmarktplatz mit passenden Pflanzen und Samen aus unseren Gärten versehen und damit die vorhandene Bepflanzung (Korkenzieher-Weide, Sommer-Flieder und verschiedene Wildpflanzen) ergänzt. So wollen wir Schmetterlinge und Bienen anlocken, die auf solche Nahrungsquellen angewiesen sind.

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Wildpflanzen mit Herz

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Akeleien für den Halb-Schatten

Viele Passanten, die zufällig vorbeikamen, blieben stehen, stellten Fragen und waren sehr angetan von der Aktion. Sie freuen sich über das freiwillige Engagement und warten nun auf hoffentlich viele bunte Blüten.

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An dieser Aktion waren fünf Mitglieder des Projekts beteiligt:
Marie Theres Ritz-Burgstaller, Hermine Wagner-Buber und Richard Bartels von der Gemeinschaft Slowfood  haben gemeinsam mit mir Pflanzen, Samen, Werkzeuge und Wasser herbeigeschafft und zwei Stunden fleißig gewerkelt. Carmen Brunner hat uns Wildblumen-Samen zur Verfügung gestellt.

Sie wollen mitmachen?  Herzlich Willkommen!
Melden Sie sich einfach.
Telefon-Nummer und Email-Adresse finden Sie im Impressum.

 

 

 

 

Vogelfütterung ? Ja unbedingt!

Rotkehlchen
Rotkehlchen

In unserer ausgeräumten Landschaft mit vielen Monokultur-Feldern ohne ausreichende Raine und Hecken finden unsere Vögel zunehmend weniger zu fressen. Selbst in den Gärten ist oft alles aufgeräumt, abgeschnitten und über die Gartenabfall-Sammelstellen entsorgt.

Wir können den Vögeln, die uns im Frühjahr und Sommer mit ihrem Gesang erfreuen, auf mehrere Arten helfen.

Zum Einen ist es sinnvoll, den Garten so naturnah wie möglich zu gestalten. Dazu gehören heimische Pflanzen und Gehölze, deren Samen den Vögeln Nahrung bieten oder für die von ihnen verspeisten Insekten von Bedeutung sind. Damit das Angebot lange verfügbar bleibt, sollten wir, wo immer möglich, die Pflanzen bis zum Frühjahr im Beet stehen lassen.
Beispiele sind Wildrosen mit Hagebutten, Gräser mit ihren Samenständen oder Beerensträucher wie Kornellkirsche, Berberitze und Schlehdorn, aber auch Efeu mit seinen im Alter entstehenden Blüten und Beeren.

Blaumeise
Blaumeise
Kohlmeise
Kohlmeise

Da dies aber nicht ausreicht und es darüberhinaus viel Spaß macht, die Vögel aus nächster Nähe zu beobachten, bietet sich die gezielte Fütterung an. Dafür gibt es zahlreiche Futterhäuschen, -silos oder die beliebten Meisenknödel und Futterblöcke mit Fett. Der Landesbund für Vogelschutz bietet hier jede Menge Material und Tipps zum Selbermachen an:
LBV – Vogelfütterung.

Damit können wir selbst auf dem Balkon oder am Fensterbrett Vogelfutterstellen anlegen.
Wichtig ist es, qualitativ hochwertiges Futter zu verwenden. Billige Mischungen enthalten viele nicht verwertbare Füllstoffe, die als Abfall unter den Futterstellen übrig bleiben.

Ich habe früher das Futter im Supermarkt oder Gartencenter gekauft, wenn es ein Angebot gab. Und mich dann gewundert, wenn es gar nicht gefressen wurde oder viel auf dem Boden landete. Dieses Jahr habe ich etwas mehr ausgegeben und das Futter über den LBV bezogen und siehe da, es kommen mehr Vögel und es bleibt so gut wie kein Abfall am Boden zurück. Wenn meine Vorräte zur Neige gehen, will ich auch einmal ausprobieren, es selbst herzustellen. Ich werde dann vom Ergebnis berichten.

Kleiber
Kleiber

Durch Untersuchungen und langfristige Beobachtungen wurde inzwischen bestätigt, was ich schon lange vermutet habe: Dass die Fütterung der Vögel auch über die Frostperiode hinaus kein Problem ist und die Vögel sogar davon profitieren. Denn im Frühjahr, wenn sie ihre Jungen aufziehen, ist der Energiebedarf am höchsten und die natürliche Nahrung zu knapp. Die Altvögel nutzen das zusätzliche Futterangebot für sich selbst, um dann mit mehr Energie die eiweißreichen Insekten für ihren Nachwuchs zu suchen. In Gebieten mit permanenter Fütterung über das ganze Jahr war die Anzahl der ausfliegenden Jungvögel deutlich höher als in Gebieten mit ausschließlicher Winterfütterung. Es gab auch nicht mehr kranke oder tote Vögel sondern weniger. Wer mehr darüber wissen möchte, kann das z. B. in dem Buch „Vögel füttern, aber richtig“ (Kosmos-Verlag, Peter Berthold, Gabriele Mohr) nachlesen.

Ich wünsche Euch regen Besuch an Euren Futterplätzen und viel Spaß beim Beobachten.

 

 

 

 

 

Gleichgesinnte für Projekt „NATURGARTEN“ gesucht

projekt_naturgarten

Für den Landkreis Fürstenfeldbruck und Umgebung suche ich Interessierte, die sich ebenfalls mit diesem Thema beschäftigen möchten. Ich bin dabei, ein Netzwerk aufzubauen, innerhalb dessen kleine Projekte zusammen auf die Beine gestellt werden, ein reger Erfahrungs- und Wissensaustausch stattfindet und Schwierigkeiten gemeinsam gelöst werden können.

Ich habe im Lauf der letzten Jahre gelernt, dass wir vieles erreichen können, aber nur wenig  allein. Erst in der Gemeinschaft  mit Gleichgesinnten kommt der Erfolg. Und es macht außerdem auch noch Spaß.

Im Folgenden findet Ihr meinen Aushang, mit dem ich ein erstes Treffen organisiere und hoffentlich viele Interessenten anspreche:

Aushang_Gleichgesinnte

Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen und ganz besonders darauf, Euch zu treffen!

Wildfrüchte vor unserer Haustür

Heute möchte ich von einem Kurs berichten, den ich letzte Woche über die Solidargemeinschaft „Brucker Land e. V.“ in der Furthmühle in Egenhofen besucht habe.

Dabei ging es um essbares Wildobst und dessen Verarbeitung. Dieses Wissen ist heute nicht mehr sehr verbreitet, dabei wachsen in unserer unmittelbaren Umgebung  z. B.  jede Menge sehr leckerer und gesunder Beeren.
Zuerst lernten wir das Aussehen der Wildfrüchte anhand mitgebrachter Zweige mit Beeren daran kennen und erhielten Tipps zum Sammeln der Früchte. Im Anschluss durften wir viele selbst gemachte Leckereien aus diesen Beeren probieren, u. a. Tee, Marmeladen, Sirup, Likör, Chutneys, gebratenen Kürbis mit Soßen und Muffins. Gut, dass ich vor dem Kurs nicht mehr zum Essen kam.
Mir haben die Marmelade aus Kornellkirschen und der Holunderlikör mit Rum am besten geschmeckt, aber eigentlich war alles überaus lecker.
Es gab Unterlagen  mit Fotos der Früchte,  einem Erntekalender, Verwendungsmöglichkeiten, Rezepten und Literaturhinweisen für die Teilnehmer.

Die Kurs-Leiterinnen, Gartenbauingenieurin Dr. Conny Kölbel und Hauswirtschafterin Margit Leukhart haben uns mit Ihrer Begeisterung angesteckt.

Weitere Informationen findet Ihr unter
http://www.unserland.info/netzwerk/solidargemeinschaften/8-brucker-land.
Und wenn Ihr wissen wollt, wo es Früchte zum Ernten gibt, seht nach unter http://mundraub.org/.

Eine mögliche Verwendung von auch nicht essbaren Früchten aus Feld und Flur findet Ihr in meinem selbst gebastelten Herbstkranz:

Herbstkranz

Einen Stroh-Rohling mit Zweigen aus Buchs, Thuja und anderen grünen Spitzen bestücken, dabei Früchte, Gräser und Blüten nach Gefallen mit einstecken und alles mit Bindedraht umwickeln. Ein Schleifenband befestigen und mit einem Draht an der Tür aufhängen. Fertig ist ein Unikat, das fast nichts kostet und lange hält.

Früchte im Naturgarten

Es gibt viele Fruchtsorten, die gut in einen naturnahen Garten passen. Wir haben z. B. in unserem Garten Apfelbäume, Wein, Walderdbeeren, Him-, Johannis-, Stachel- und Brombeeren. Daraus lassen sich leckere Sachen herstellen.
Dazu gehören Marmeladen, Gelees, Belag für Obstkuchen, Desserts, Säfte, Sirup und Likör.

Zum Appetit holen folgen Bilder und selbst erprobte Rezepte für Äpfel und Trauben:

Äpfel_grün Äpfel_rot

Apfelmus (eignet sich auch für Fallobst oder angeknabberte Äpfel):

Äpfel schälen, Kerngehäuse und schlechte Stellen entfernen, in einen Kochtopf geben, mit etwas Zimt würzen, evtl. wenig Wasser zugeben, aufkochen und dann auf niedriger Stufe ca. 10-15 Minuten weich dünsten. Danach mit dem Pürierstab pürieren. Bei sehr sauren Äpfeln nach Belieben leicht zuckern.

Schneller Apfelkuchen:

  • Zutaten:
    4 Eier
    1 Tasse neutrales Öl (z. B. Sonnenblume, Distel)
    150 -200 g Zucker
    2 Teelöffel Zimt
    2 Teelöffel Kakao
    nach Belieben etwas Rum
    250 g Mehl
    250 g Nüsse (Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse oder gemischt)
    evtl. etwas Backpulver
    4-5 Äpfel
    Puderzucker

Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden.
Die übrigen Zutaten in der o. g. Reihenfolge in einer Schüssel mit dem Rührbesen mischen, anschließend die Äpfel unterheben  und alles in eine gefettete Springform füllen.
Bei ca. 200 Grad (Umluft 180 Grad) in 45-55 Minuten backen.
Nach dem Auskühlen mit Puderzucker bestäuben und mit oder ohne Sahne servieren. Guten Appetit!

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Unsere Trauben eignen sich zum Direktverzehr, aber da alle etwa zur gleichen Zeit reifen, schaffen wir nicht mal annähernd die Menge. Deshalb gibt es

Traubengelee:

Die Trauben verlesen, waschen und mit Stiel in den Entsafter geben.
Den gewonnenen Saft abkühlen lassen, mit der entsprechenden Menge Gelierzucker(nach Anweisung auf der Packung) mischen und aufkochen. Anschließend in saubere Twist-Off-Gläser füllen und verschließen. Mit einem schönen Etikett versehen, ist das auch ein sehr persönliches Geschenk und Mitbringsel.

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Impressionen vom Sommer

Heute gibt es einfach einmal ein paar Fotos von unserem sommerlichen Garten zum Erfreuen.

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Außerdem einen „Belegungsnachweis“ für die Insektennisthilfe.

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Viele Schmetterlinge kommen regelmäßig vorbei. Hier haben sich Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs fotografieren lassen. Admiral, Kohlweißling, Zitronenfalter und Taubenschwänzchen sind ebenfalls tägliche und gern gesehene Gäste.

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Und die  neuen Rosen blühen endlich.

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Insektennisthilfe und ihre „Bauvorschriften“

Wie muss ein Insektenhotel aussehen, damit die Wildbienen auch einziehen?

Leider erfüllen viele fertige Unterkünfte für unsere Insekten, die inzwischen teuer im Fachhandel oder ziemlich günstig beim Discounter zu erwerben sind, nicht die erforderlichen Voraussetzungen. Die Folge: Es gibt keine Mieter.

Die häufigsten Fehler sind zu große Durchmesser bei den Röhren, zu kurze und auch hinten offene Röhrchen, man findet sogar Tannenzapfen, kleine Ästchen oder Gräser in den hölzernen Hotels, die niemals Wohnstatt für wilde Bienen werden.

Ich habe vor zwei Jahren im guten Glauben selbst solch eine Nisthilfe erstanden. In den wenigen kleinen und kaputten Bambusröhrchen haben drei Bienen gebaut, geschlüpft ist  keine einzige.

insektenhotel

Dabei sind die Bedingungen gar nicht schwer zu erfüllen. Ich fasse kurz die wichtigsten Daten zusammen:

Geeignet sind Bambus- und Schilfröhrchen, Hartholzblöcke, Tonziegel und Lehm oder Sand. Die Durchmesser der Röhrchen sollten zwischen 2 und 10 mm liegen, von den meisten Arten werden Durchmesser von 3 – 6 mm bevorzugt. Der Abstand zwischen den einzelnen „Wohnungen“ und zum Rand sollte ca. 2 cm betragen, die Tiefe mindestens 5, besser ca. 10 cm. Wichtig ist, dass alles glatt und sauber ist, damit sich die Insekten nicht ihre zarten Flügel verletzen. Bei Lehm ist zu beachten, dass er nicht zu hart wird. Er sollte mit dem Fingernagel abkratzbar sein, damit die Insekten sich eine Brutröhre bauen können.

So sieht mein nun selbst bestücktes Hotel jetzt aus und ich werde im Laufe des Jahres berichten, wie sich die Hausbesetzung entwickelt.

 

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Vereinzelte Brutröhrchen im Holz und im Schilf wurden bereits während der Bauphase belegt. Das Heu oben rechts ist für Ohrwürmer gedacht, die als Nützling die Blattläuse im Zaum halten.

Ich weiß jetzt auch, warum diese Nisthilfen nicht ganz billig zu haben sind, denn geeignetes Material zu sammeln , dieses zusammenzustellen und passend einzubauen, braucht Zeit und Sorgfalt. Es hat mir trotzdem sehr viel Freude bereitet.

Wer noch mehr über dieses Thema erfahren möchte, kann sich unter folgenden Links informieren:

http://www.naturgartenfreude.de/wildbienen/nisthilfen/

http://www.wildbienen.de/

Totholzhaufen unter den Wildrosen

Nach viel zu langer Wartezeit kamen endlich meine bestellten Rosen an und ich konnte sie in einem Eck zwischen Zaun und Kompost setzen.

Danach kam mein gesammeltes Holz vom Entfernen des Flieders und der zu groß gewordenen Korkenzieher-Hasel zum Einsatz. Bin auf das vielfältige Leben, dass sich in diesem Holzhaufen einfinden soll, sehr gespannt und werde zu gegebener Zeit davon berichten.

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Ich hoffe, Ihr könnt in diesem Suchbild das aufgestapelte Holz und die beiden Rosen zwischen dem Holz links und dem Komposter rechts erkennen.

Die Rosen habe ich bei der Gärtnerei Naturwuchs (http://www. naturwuchs.de) bestellt: Eine rosa blühende Kartoffel-/Apfelrose Rosa rugosa und eine weiße Kletterrose Rosa „Guirlande d’Amour“. Sie haben bereits angefangen, zu treiben. Freue mich schon auf die erste Blüte… .

Das Versenden über diese Gärtnerei hat prima funktioniert. Selbst eine im letzten Moment noch erfolgte Ergänzung von mir wurde bei der Lieferung berücksichtigt. So konnte ich Versandkosten  sparen.

Es geht los!

Hallo Natur- und Gartenfreunde,

mein Anliegen ist es, mehr Lebensraum für heimische Tiere und Pflanzen zu schaffen und Euch zu zeigen, wie Ihr, egal, ob mit oder ohne Garten, einen praktischen Beitrag zum Naturschutz leisten könnt, der vor allem Spaß macht und der mit geringen und einfachen Mitteln umzusetzen ist.

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Dazu gehören vielfältige naturnahe Elemente, die die heimische Tierwelt anlockt. Dies können Nistkästen, Insektenhotels, Totholzhaufen oder Trockenmauern und Steinhaufen sein.

Ebenso hilft es, wenn Ihr heimische oder sog. Wildpflanzen und Wildblumen  verwendet, die robust und pflegeleicht sind und vielen Tieren Nahrung bieten. Das könnt Ihr bereits in einem Blumenkasten auf dem Balkon oder am Fenster verwirklichen.

Ihr wollt wissen, wie das geht?

Dann schaut regelmäßig vorbei. Ich werde Euch viele Ideen vorstellen und praktische Beispiele aus der Umgestaltung meines eigenen Gartens zeigen.